http://www.burgseekurier.de/html/ratgeber.htm
12.03.2010
Monja Zimmermanns Werkstattladen in Mannheim-Käfertal ist ein wahres Eldorado für Kinder und ihre Eltern, aber auch für Hunde und Katzen. Die Mützen, Decken, Jacken oder Tücher, die dort hängen und liegen, sind alles andere als Massenware, sie sind eine Vielfalt an Farben, Schnitten und Motiven. Die weit größere Vielfalt indes bietet die Unternehmerin durch ihre Kreativität, Individualität und Kundennähe. weiter
Während des Gesprächs mit Monja Zimmermann schnurrt im Hintergrund die Nähmaschine. „Meine Mutter ist Schneiderin, ich bin praktisch neben so einem Gerät aufgewachsen“, erinnert sie sich zurück. Richtig damit angefangen, Kleidung zu produzieren, hat die Mannheimerin vor 14 Jahren. „Mir hat keine Mütze so richtig gefallen“, sagt sie und nähte ihrem Sohn selber welche.
Manche der Kopfbedeckungen, die Monja für Kinder und Erwachsene gleichwohl herstellt, sehen zwar aus wie gestrickt, sind sie aber nicht. Alles näht sie aus Stoff, die Mützen für den Winter sind selbstverständlich gefüttert und aus flauschigem Material. Die charakteristische Form ihrer Anfertigungen erklärt die kreative Frau damit, dass sie „gut sitzen“. Oft näht sie die Schweizer Flagge auf. Nicht weil sie zeitweise in dem Alpenland wohnte, sondern „weil es gut aussieht“.
Natürlich beschränkt Monja sich nicht darauf, die Köpfe der Kunden auszustatten. Gut kommen außerdem ihre Babydecken an. „Davon gibt es auf meiner Website und auch im Laden allerdings wenig zu sehen“, erläutert sie, „denn ich fertige sie hauptsächlich auf Wunsch!“ Die fleißige Unternehmerin nimmt sich dazu Zeit für ein Gespräch mit den Kunden. Ist das Produkt beispielsweise für ein Mädchen namens Leni, näht sie eine Sonne auf oder was auch immer passt. Jede Decke ein Einzelstück.

Die Ideen für ihre Kleidung fischt Monja Zimmermann aus dem Alltag. „Ich sehe etwas und überlege: Wie kann ich es umsetzen?“, plaudert sie im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Nähkästchen. Dabei kann sie aus einem umfangreichen Stofflager schöpfen. Mit den meisten Händlern arbeitet sie seit einem guten Jahrzehnt zusammen. „Ich schaue, dass die Lieferanten aus Europa sind, echte Baumwolle und so wenig Chemie wie möglich verwenden“, achtet die umsichtige Mutter auf Qualität, besonders auch darauf, dass die Materialien „robust und gut waschbar“ sind.
Monja näht mit der selben Sorgfalt und Liebe auch Halstücher, Bekleidung, Decken oder Kuschelhöhlen für Hunde und Katzen. „Manche Hunde schreiten dann richtig stolz durch meinen Laden“, freut sich die tierliebe Frau auf dieses Feedback der vierbeinigen Kundschaft. Genauso bekommt sie indes Rückmeldungen von menschlichen Verbrauchern. „Meine Stammkunden sind mir nach dem Umzug treu geblieben“, weiß sie diesbezüglich zu erzählen, „oft kommen Mails, in denen zufriedene Eltern sich bedanken. Der schönste Lohn ist aber ein strahlendes Kind oder ein Baby, das die Mütze gerne auflässt!“
Auch berichtet Monja, dass Papas zu ihr kommen und beispielsweise eine Mütze möchten, die zu der des Sohnes passt. Dies und überhaupt alles Machbare realisiert sie gerne. Für Mannheimer ist die Unternehmerin beim Frühlingsmarkt vom 20. März bis 3. April mit ihrer Nähmaschine dabei. „Auf Wunsch besticke ich Tücher oder Mützen mit dem Lieblingsmotiv oder auch Namen“, lädt sie zum Besuch ein.
Weitere Informationen: www.monja-krone.de
Jörg Joachim